ICSAP

Bei der ICSAP handelt es um die “International Collector’s Society of Australasian Philately”, einem – von den üblichen deutschen und internationalen Organisationen – unabhängigen Verein von Briefmarkensammlern.

Unser Ziel ist es, die zentrale Anlaufstelle für alle Philatelisten, zumindest in Deutschland, zu werden, die sich fokussiert mit allen Aspekten der Philatelie zu Australasien auseinandersetzen wollen.

Geschichte und Zielsetzung

Die ICSAP ist im Rahmen der internationalen Ausrichtung aus der FGA (Forschungs-Gemeinschaft Australien) hervorgegangen, die 2014 gegründet wurde. Die drei Gründungs-Mitglieder waren zuvor Mitglieder in einem Briefmarken-Verein, der sich zwar auch mit Australien beschäftigte aber eher doch als “Freizeit-Verein” denn als “Forschungs-Gemeinschaft” agierte. Den aktiven Mitgliedern hatte genau diese Ausrichtung sehr gefallen und so entschied man sich, nicht den bestehenden Verein verändern zu wollen, sondern einen neuen Verein zu gründen.

Die ersten beiden Jahre war der Verein aktives Mitglied im VPhA und somit auch im BDPh. Man musste aber schnell und klar erkennen, dass Australasien nicht zur Kern-Zielgruppe gehört.

Um weiter existieren zu können war somit eine internationale Ausrichtung erforderlich, was die Möglichkeit einer Mitgliedschaft von ausländischen Sammlern einschloss. Als Arbeitsgemeinschaft im BDPh ist aber die Mitgliedschaft im BDPh für alle Mitglieder Pflicht, somit auch für die ausländischen. Da dies voraussichtlich die meisten Interessenten von einer Mitgliedschaft abgehalten hätte, sind wir Ende 2016 aus dem BDPh und VPhA wieder ausgetreten.

Wir sind bewusst kein e.V. , d.h. eingetragener Verein, damit Satzungs-Änderungen kurzfristig und ohne große Kosten und organisatorische Komplikationen umgesetzt werden können.

Die Satzung wurde auf Wunsch der Mitglieder bereits mehrfach an die geänderten Bedürfnisse und Anforderungen angepasst, ohne dass herbei Kosten entstanden sind.

Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen ist Australasien für uns kein Nebengebiet (z.B. zu Commonwealth) sondern der zentrale Kern, unser Fokus. (Siehe: Sammelgebiete)

Wir haben wenige, räumlich stark verstreute, Mitglieder und würden mit den üblichen Strukturen und Prozessen nicht existieren können. Wir sind ausschließlich Internet-basiert organisiert und somit natürlich auch Mitglied der APhO (Arbeitsgemeinschaft Philatelie Online).

Es sollen möglichst viele Mitglieder in die Entscheidung-Findung und die strukturelle Gestaltung des Vereins eingebunden werden, unabhängig von den Möglichkeiten oder dem Willen zur Mobilität. Da die Mitglieder nicht hunderte von Kilometern zu einer Mitglieder-Versammlung anreisen müssen, nehmen auch die teil, für die dies nicht das “jährliche Familientreffen” darstellt.

Der Vorstand ist Dienstleister der Mitglieder und zwar ohne Anführungszeichen. Das Spezielle an der Satzung wird unten beschrieben.

Im Gegensatz zu anderen Vereinen, ist das Durchschnittsalter der Mitglieder (mit unter 65 Jahren) sehr viel niedriger als bei anderen Vereinen. Dies liegt daran, dass bei dieser Organisationsform auch Berufstätige ohne Probleme und Einschränkungen teilnehmen können.

Es gibt ganz viele und sehr große Ziele. Aktuell würden wir uns aber mit einer Veröffentlichung derselben lächerlich machen.

Die Internet-basierte Organisation

Als Australien-Sammler in Deutschland kommt man nicht in den Genuss von lokalen Vereinen, wo man sich in einem Vereinslokal trifft und im persönlichen Kontakt Marken und Ideen austauscht. Bei der Gründung der FGA (Forschung-Gemeinschaft Australien), dem Vorläufer der ICSAP, betrugt die minimale Entfernung zweier Mitglieder über 300 Kilometer. Hinzu kommt, dass ohne eine internationale Ausrichtung der Bestand auf Dauer nicht gesichert werden kann.

D.h. das gesamte Vereinsleben und die gesamte Kommunikation muss web-basiert erfolgen.

Andere Vereine geben 80-90% ihrer Beiträge für die Erstellung und den Versand von Vereins-Zeitschriften aus. Der Inhalte ist derselbe, wenn dies per eMail (interne Angelegenheiten werden über die “Buschtrommel” per eMail versandt) oder öffentlich auf der Webseite veröffentlicht wird. Zu Beginn hatten wir auch 2 mal im Jahr mit “The Australian Philatelist” eine jeweils ca. 80-100 Seiten starke Publikation (ohne Internas, Veranstaltung-Hinweise oder Werbung) verteilt. Dies hatte aber den Nachteil des Redaktionsschlusses und dass man die Informationen nicht ständig verfügbar hat. Seit einiger Zeit werden Artikel sofort ins Netz gestellt, sobald sie verfügbar sind und die Mitglieder informiert. Sie können somit von jedem Computer, Tablet oder Smartphone abgerufen und kommentiert werden. Aktuell nutzen wir dies auch als Werbung und halten die meisten Artikel für alle Interessierten kostenfrei verfügbar. Die Liste der Beiträge incl. Links zu den Beiträgen ist hier verfügbar.

Die Mitglieder können sich über personalisiert Webseiten vorstellen und sogar eine eigene email-Adresse erhalten. Natürlich gibts es auch Verkaufs-Offerten als Ersatz für den üblichen Rundsendezirkel. Dieser Online-Markplatz bietet einen schnelleren Zugriff für alle und vermeidet unnötige Kosten und Umweltbelastungen durch das ständige Weitersenden.

Wir sind auch Mitglied in der APhO (Arbeitsgemeinschaft Philatelie Online), die für jeden teilnehmende Gruppe (Einzelperson, Gruppierungen oder Vereine) ein virtuelles Vereinslokal bereithält. Hier könnten einzelne Seiten durch Passwörter geschützt und nur für Mitglieder verfügbar gemacht werden. Unser virtuelles Vereinslokal finden Sie hier.

Es befindet sich sehr vieles noch im Aufbau, aber wir arbeiten daran.

Besondere Vorteile ergeben sich aus dieser Organisations-Form immer dann, wenn eigentlich alle Mitglieder zusammen kommen müssten, um Entscheidungen zu treffen. Dies ist bei Mitglieder-Versammlungen, Wahlen und Satzungs-Änderungen der Fall. Eine gut vorbereitete Hauptversammlung ist in einer Stunde durch. In anderen Vereinen fahren alle Mitglieder dafür durch Deutschland und müssen teilweise sogar übernachten. Viele sind aber nicht mehr so mobil oder wollen einfach den Aufwand nicht mehr betreiben – und bleiben somit der Veranstaltung fern.

Dies führt zu einer Konzentration der Meinungsbildung auf ganz wenige Mitglieder, und dies sind immer dieselben. Mit Demokratie und Fairness hat dies nach unserer Auffassung nichts mehr zu tun. Bei uns nehmen i.d.R. ⅔ aller Mitglieder an der Entscheidungsfindung teil. Dies liegt daran, dass per Satzung festgelegt, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt. Ausgelegt ist das Ganze als Videokonferenz per Skype. Aber auch Teilnahme per Telefon oder eMail ist zulässig.

Satzung

Die Satzung ist ein Ausdruck unseres allgemeinen und speziellen Selbstverständnisses. Da wir kein e.V. sind und auf Grund der oben beschriebenen einfachen Beteiligung der Mitglieder an der Entscheidungsfindung können auch Satzung-Änderungen kurzfristig und kostengünstig umgesetzt werden. Solche Änderungen im Rahmen von außerordentlichen Mitgliederversammlungen können auch sehr einfach von einzelnen Mitgliedern eingefordert werden. So konnten wir sehr schnell reagieren auf den Ausstieg eines Vorstand-Mitglied, Entscheidung zum Wechsel der Internet-Konzeption, internationale Orientierung und damit verbunden dem Ausstieg aus dem BDPh und Beitrags-Senkungen etc.

Sollte sich die Zusammensetzung der Mitglieder ändern und somit der gewünschte Schwerpunkt der Vereinsarbeit, passt sich die Satzung sehr schnell an die geänderten Wünsche an.

Diese grundsätzliche Ausrichtung auf die Schaffung von Mehrwert für die Mitglieder spiegelt sich auch in der Positionierung der Geschäftsführung / des Vorstandes nieder. Diese sind “Dienstleister für die Mitglieder”. Können Sie Sich dies in den großen Vereinen und Verbänden vorstellen, wo Versammlungen aus Schulter-Klopfen und dem Verteilen von Ehren-Nadeln bestehen.

In der Satzung wird eindeutig die Verteilung der Finanz-Mittel festgelegt. Da keine Gelder für Organisation und Verwaltung erforderlich sind (viele Kosten werden vom Vorstand auch einfach selber getragen) kann alles in die Schaffung von Mehrwert gesteckt werden. Die Verwendung der Mittel des nächsten Jahres wird in einem Finanz-Plan kommuniziert und mit den Mitgliedern abgestimmt. Wenn diese der Auffassung sind, dass mal wieder ein gemeinsames Fest ausgerichtet werden soll, ist dies genau so zulässig, als wenn das Geld in Literatur oder Werbung fließen soll.

Wie beschrieben sind Änderungen jederzeit und einfach möglich. So entsteht eine “lebende und lebendige Organisation”.

Publikationen

Neben der Vielzahl von Einzelartikeln (Die Liste der Beiträge incl. Links zu den Beiträgen ist hier verfügbar.) entstand auch bereits ein inzwischen 100-seitiges Dokument (PDF, eBook..) über die Railway-Marken von Queensland. Dies ist – gegen eine kleine Spende an den Verein – über den 1. Vorsitzenden (und Author diesen Beitrages) Manfred Klimmeck (Manfred@Klimmeck.de)

erhältlich.

Zu Werbezwecken erscheinen auch zweimal im Jahr Leitartikel in deutschen philatelistischen Zeitschriften, wie BMS und DBZ.

Sammelgebiete

Ursprünglich hatten wir uns auf das Kerngebiet Australien konzentriert. Es gibt aber sehr viele geschichtliche und philatelistische Zusammenhänge mit den umliegenden Gebieten und es entsprach dem Wunsch der Mitglieder. Daher wurde das Gebiet auf Australien erweitert, soweit es einen britischen Ursprung gibt. Es handelt sich somit um den Australischen Kontinent und die Kolonien con Groß-Britannien innerhalb von Ozeanien.

Demnach besteht der Kontinent Australien aus

  • den sechs Bundesstaaten:
    • New South Wales
    • Queensland
    • South Australia
    • Tasmania
    • Victoria
    • Western Australia
  • aus drei Territorien
    • Australian Capital Territory (um Canberra)
    • Jervis Bay Territory (1989 gebildet)
    • Northern Territory

sowie aus den Außenbezirken

  • Ashmore und Cartier Islands
  • Australian Antarctic Territory
  • Weihnachtsinsel
  • Kokosinsel
  • Coral Sea Island
  • Heard and McDonald Inseln
  • Norfolkinsel

Auf Grund der oben getroffenen Annahme über Kriterien zur Abgrenzung zählen weiterhin hinzu:

  • Aitutaki
    • gehört zu den Cookinseln als britisches Protektorat und später zu NZ
  • Cook Inseln
    • britisches Protektorat und später zu NZ
  • Falklandinseln
    • als britische Kronkolonie
  • Fiji Inseln
    • als britische Kronkolonie
  • Gilbert und Ellie Inseln
    • als britische Kronkolonie (auch Gilbert Insel genannt)
  • Kiribati
    • aus den Gilbert Inseln
  • Naura
    • im Völkerbund, GB, Aus, NZ
  • Neuguinea
    • ab 1920 unter Australischer Verwaltung
  • Neuseeland
    • als britische Kronkolonie
  • Niuafo’ou Insel
    • gehört zu Tonga
  • Papua
    • früher unter GB und AUS
  • Papua Neuguinea
    • früher unter Australischer Verwaltung
  • Penrhyn
    • früher GB und NZ
  • Pitcairn
    • britische Kronkolonie
  • Rarotonga
    • zu Cook Inseln
  • Ross-Gebiet
    • zu Neuseeland
  • Salomoninseln
    • britisches Protektorat
  • Süd-Georgien und Süd Sandwich-Inseln
    • ehemals zu Falkland
  • Tokelau-Inseln
    • britisches Protektorat
  • Tonga
    • britisches Protektorat
  • Tuvalu
    • aus Ellice-Inseln

Ausblick und weitere Aktivitäten

Wir haben noch so Einiges vor, was sich auf Grund zeitlicher Restriktionen aber noch hinziehen kann. Es soll eine Online-Sammlung aufgebaut werden, wo Informationen und Besonderheiten von anderen Web-Seiten und vor Allem von Auktionen gesammelt und publiziert werden sollen.

Bereits jetzt gibt es aktive Verbindungen zu anderen Vereinen, wo dann auch Artikel von gegenseitigem Interesse getauscht werden.

Die “Railway-Publikation” wird um einen Stempel-Teil sowie um das interessante Kapitel der Tramways ergänzt.

etc. etc.

Weblinks